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Vollautomatischer Verkehr auf allgemeinen Bahnstrecken

Weltweit sind derzeit nur wenige vollwertige Bahnstrecken automatisiert betrieben: In Spanien gibt es einige Schnellbahnstrecken und in West-Australien einige Gütertransportlinien, auf denen Züge automatisiert verkehren.

In London wird nun das Thameslink-Netz der britischen Metropole modernisiert und dabei auf vollautomatischen Betrieb umgestellt. Ab 2015 soll mit einer ca. 6-Milliarden-Euro-Investition ein Netz mit einer Streckenlänge von rund 360 km fahrerlos betrieben werden. Damit wären alle Züge, die London von Nord nach Süd durchqueren, in diesem System integriert, auch von auswärts kommende Fahrzeuge sind so auszustatten, dass sie manuell wie automatisch betrieben werden können. Damit übergibt auch der Zugführer von außerhalb in einem Übergangsbahnhof den Zug per Modus "Fahren" an die Leitzentrale, die von da an alles automatisch regelt. Nach Erreichen des letzten automatisierten Bahnhofs übernimmt der Zugführer wieder die Verantwortung über den Zug.

Das Verkehrsministerium Großbritannien drängte auf die Automatisierung, um eine möglichst hohe Kapazität des Systems zu erreichen. Im Netz sollen fahrplanmäßig bis zu 24 Züge in der Stunde auf gleichen Gleisen verkehren und die Zugabstände lediglich 2 Minuten betragen. Um eine Überforderung der Zugführer zu vermeiden, wurde der automatisierte Betrieb favorisiert. Der Kapazitätsgewinn wird vor allem darin gesehen, dass die Technik besser als ein Mensch das optimale Abbremsen und Beschleunigen permanent über viele Stunden hinweg gewährleistet. Quelle: VDI-Nachrichten

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