Menschen . Verkehr . Umwelt . Planung

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    Menschen . Verkehr . Umwelt . Planung

Umweltfreundliche Verkehrswende für mehr soziale Gerechtigkeit

In der Publikation „Verkehrswende für Alle“ des Umweltbundesamtes (UBA) vom August 2020 wird aufgezeigt, dass das deutsche Verkehrssystem sowohl unter ökologischen als auch unter sozialen Aspekten reformbedürftig ist. So sind die Kosten für Autos seit dem Jahr 2000 mit 36 % geringer gestiegen als die Kosten für den öffentlichen Personennahverkehr, die sich in diesem Zeitraum um ca. 80 % erhöhten.

 

Dabei sind es gerade die sozial schwächeren, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind. Des Weiteren beansprucht das Auto den größten Teil des öffentlichen Verkehrsraums, obwohl zumeist die Haushalte mit geringerem Einkommen nur wenig oder gar kein Auto haben. Daher empfiehlt das UBA ein Ziel von etwa 150 Auto pro 1.000 Einwohner in Großstädten. Aktuell sind es in Deutschland durchschnittlich 575. Dies würde die Umweltbelastungen reduzieren und mehr Raum für Wohnungen, Gehwege oder Naherholungsbereiche bieten.

 

Zusätzliche Finanzmittel für die Verkehrswende könnten z. B. aus dem Abbau umweltschädlicher Subventionen geschaffen werden.

 

Quelle des Textes und des Bildes: www.umweltbundesamt.de