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Fachtagung: Automatisiertes und vernetztes Fahren

Automatisiertes Fahren erlangt einen immer höheren Stellenwert in der heutigen Gesellschaft. Die Forschung in diesem Bereich und die technologischen Entwicklungen schreiten weiter voran. Am 21. und 22. November 2016 hat Herwig Wulffius im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin an einer Fachtagung zum Thema „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ teilgenommen. Diese Tagung wurde von den Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi)/Bildung und Forschung (BMBF) gemeinschaftlich organisiert.

 

Ziel der Veranstaltung war es, dem Fachpublikum einen Überblick über alle laufenden Forschungsprojekte zu geben, die derzeit vom BMWi und BMBF gefördert werden. Warum das Thema „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ für alle Beteiligten aus Politik, Forschung und Industrie einen hohen Stellenwert einnimmt, wurde von verschiedenen Seiten beleuchtet.Dabei wurde schnell klar, dass es noch ein weiter Weg hin zum hochautomatisierten Fahren ist (das Wort „autonom“ wird in diesem Zusammenhang nicht mehr verwendet).

 

Anhand verschiedener Themenfelder wurde während der Fachtagung die Komplexität der Aufgabenstellung dargestellt:

  • Mehrwert durch Kooperation

Das kooperative Fahren auf der Autobahn und die intelligente Manöver-Automatisierung zur Gefahrenvermeidung wurden hier als Beispiele der Forschung genannt.

  • Automatisierung und Vernetzung für das effiziente elektrische Fahren

Es besteht ein gewünschter Zusammenhang zwischen dem automatisierten und vernetzten Fahren und der Entwicklung hin zur Elektromobilität. Bezüglich der Sensoren und ihrer Vernetzung besteht noch Forschungsbedarf. Das umweltbewusste Energiemanagement stellt vor allem durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen eine große Chance dar.

  • Automatisierung und Vernetzung für mehr Sicherheit und Komfort

Schwerpunkt dieses Themenfeldes war der Sicherheitsaspekt und der Grad des Nutzerkomforts, weshalb auch in diesem Bereich eine Vielzahl von Forschungsprojekten initiiert wurden.

  • Funktionelle Erprobung und Absicherung: eine Notwendigkeit

Das umfangreiche BMWi-Verbundprojekt PEGASUS, an dem unter anderem klein- und mittelständige Unternehmen der Automobil- und Zuliefererindustrie sowie diverse Forschungseinrichtungen beteiligt sind, widmet sich in diesem Zusammenhang folgenden Kernfragen: Welche Mindestleistung muss ein hochautomatisiertes Fahrzeug im Straßenverkehr erbringen? Was muss der Mensch abhängig davon noch leisten? Wie kann nachgewiesen werden, dass das automatisierte Fahrzeug seine Aufgaben auch zuverlässig ausführt?

 

Während der Tagung war häufig die Rede vom „RoboCab“, dem fahrerlosen Taxi. Es stellt sich weiterhin die Frage, ob eine so neuartige Technologie wie das hochautomatisierte Fahren nicht doch eine eigene Infrastruktur (wie dereinst das Autobahnsystem) – vor allem innerhalb der Stadt - benötigt. Hier sind beispielsweise eigene Fahrspuren denkbar.

 

In jedem Fall bleibt es in den nächsten Jahren spannend. Resümierend kann festgehalten werden, dass sich die Fahrzeugindustrie wappnet und ihre Fähigkeiten mit Unterstützung durch die Politik dafür einsetzt, in Zukunft nicht von Google und Co. abgehängt zu werden.

 

Quelle des Bildes: autonomes-fahren.de