Menschen . Verkehr . Umwelt . Planung

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Elektrifizierter Güterverkehr

Das Thema „Elektromobilität“ ist brandaktuell und insbesondere im Bereich des Individualverkehrs medial sehr präsent.  Daher ist es sinnvoll, auch einen Blick auf den aktuellen Stand der „Elektrifizierung“ des Güterverkehrs in Deutschland zu werfen:

 

Ausgehend vom Umweltgutachten 2012 hat der Bund Fördermittel in Höhe von rund 50 Millionen bereitgestellt und ab 2018 mit der Errichtung von insgesamt 3 Teststrecken auf den Bundesautobahnen A1 und A5, mit jeweils ca. 5 km Länge, sowie der Bundesstraße B462 begonnen. Ziel der Maßnahme „eHighway“ ist die Untersuchung unterschiedlicher Antriebskonzepte unter Praxisbedingungen, wobei derzeit der Fokus auf Hybridsysteme gerichtet ist, die auf der elektrifizierten Strecke rein elektrisch betrieben werden und gleichzeitig ihre Akkumulatoren laden.

Wegen der gegenüber dem MIV exponentiell größeren benötigen Akkumulatorkapazität ist die erzielbare rein elektrische Reichweite der E-LKW stark limitiert, sodass sich ein absehbar wirtschaftlicher Einsatz voraussichtlich auf Kurzstreckenverkehr beschränkt.

 

Nachdem der erste eHighway auf der A5 am 7. Mai 2019 in Betrieb ging, liegen bereits erste Ergebnisse vor: auf 1.000 Testkilometer konnte eine Kraftstoffeinsparung von ca. 10 % erreicht werden. Die Betreiber des Systems können damit zum einen den Beweis liefern, dass das System grundsätzlich funktionieren kann und zum anderen auf der Emissionsseite ein positives Ergebnis erreicht wird. Inwieweit sich in der Gesamtbetrachtung ein wirtschaftlicher Betrieb ausweisen lässt, bleibt abzuwarten.

 

Quelle des Textes: www.bmu.de

Quelle des Bildes: Eigene Darstellung